Die Hochburg von Gradara wurde im XV Jahrhundert, nach vier Jahrhunderten Bauzeit, vollendet und wurde Schauplatz der ewigen Streitereien der Malatesta und Montefeltro, um letztendlich in die Macht der Sforza überzugehen.
Es waren jedoch nicht die Familienstreitereien, die der Burg ihre Berühmtheit bescherten und sie zu einem beeindruckenden Ort machte, sondern der Dichter Dante Alighieri. Im V Lied "Canto dell'Inferno" der "Divina Commedia" erzählt er von einer leidenschaftlichen und gleichzeitig tragischen Liebesgeschichte zwischen Paolo und Francesca, die daraufhin zum Symbol für Liebespaare, jeglicher nachfolgenden Epochen wurde.
Es wird erzählt, daß ihre aufregende Beziehung tatsächlich in der Burg Gradara stattgefunden haben soll und noch heute wird die Atmosphäre einer flammenden und fatalen Entwicklung der Gefühle, im "Zimmer der Liebenden", hervorgerufen.
Web Site: www.gradara.org
Von einer Höhe von 290 Metern ü/M. geht's 70 m hinunter ins Erdeninnere bis man sich in den Höhlen von Onferno befindet.
Die unterirdische Welt, die hier erforscht werden kann beeindruckt jeden Besucher mit ihren glatten und von Erosionen geformte Felswänden, Kalkablagerungen wie Wasserfällen, einem Kamin mit einer "Perlenhöhle", den größten Kogeln Europas, riesengroßen Kristallanhäufungen im Quarinasaal.br/>
Die gipshaltigen Steinfelsen zeigen ihre sich im Laufe der Zeiten durch Wasser-und Witterungseinflüsse gebildeten Erosionsformen.
Der Wanderpfad ist zum Teil gepflastert, teilweise ist es ein Sand-und Steinweg, wo Vorsicht geboten ist.
Der Besucher überquert einen Cañon, muss durch einige Engpässe, aber die Frischluftzufuhr ist gesichert und der Spaziergang daher angenehm.
Mondaino liegt etwa 15 km von Cattolica entfernt.
Ursprünglich als Etruskersiedlung bekannt, Volksstamm der sich, nachdem er die Umbrer vertrieben hatte, auch nach Norden in die Po ebene ausbreitete, ist Mondaino vor allem durch die Zeit der Römer bekannt geworden.
Damals feierte man den dort stehenden Tempel, der der Göttin der Jagd Diana gewidmet war.
Im Mittelalter war auch Mondaino in den ständigen Streit der Adelshäuser Montefeltro und Malatesta verwickelt.
1289 verbündete es sich mit anderen Burgen der Umgebung gegen Urbino und schwörte den Rittern Malatesta von der Küste Treue.
1393 unterschrieb Carlo Malatesta einen Friedensvertrag mit Antonio Montefeltro, 1459 trafen sich Sigismondo Pandolfo Malatesta und Federico II von Montefeltro in der Nähe des vom Hl.
Franciskus gegründeten Klosters auf dem Hügel Formosino. 1462 waren diese Anstrengungen den Frieden zu sichern in Vergessenheit geraten und Federico eroberte Mondaino um es der Kirche zu schenken.
Bis 1797 war das Städtchen daher Eigentum des Kirchenstaats bis es in die Zisalpinische Republik Napoleons integriert wurde und ab dem 11. September 1860, Tag an dem die piemontesischen Truppen bei Cattolica und Mondaino in das Papstgebiet der Marken eindrangen um sich mit Garibaldi zusammenzutun, zu dem Italienischen Reich gehörte.
Web Site: www.mondaino.com
Von Torriana aus erreicht man den Ort in wenigen Minuten über eine sehr kurvenreiche aber besonders schöne Straße, die genau vor dem Tor der Festung aus dem Mittelalter – genannt "Porta del Castello" - endet.
Montebello ist eine der schönsten und am besten erhaltenen Burgen der ganzen Romagna.
Es fällt auf, dass die Fundamente der Burg genau auf der Spitze eines Berges liegen. Der "Mons Belli" (aus dem Lateinischen: Kriegsberg) wurde häufig angegriffen: Im Jahre 1186 von den Malatesta; 200 Jahre später wurde er von den Montefeltro erobert, unter deren Herrschaft er blieb, bis Sigismondo Pandolfo Malatesta ihn im Jahre 1438 zurückeroberte.
Die heutigen Besitzer der Burg von Montebello - die Familie Guidi von Bagno – sind im Jahre 1463 von Papst Pius II. belehnt worden.
Web Site: www.castellodimontebello.com
Die Burg San Leo, erst im Mittelalter erbaut, wurde zur letzten Hauptstadt Italiens des ersten Jahrtausends und sah das Heilige Römische Reich deutscher Nation entstehen. Im XV Jahrhundert wurde die Burg von dem Architekten Francesco di Giorgio Martini aus Siena nach dem Willen von Federici II erweitert. Die uneinnehmbare Burg beherbergt die Erinnerungen an die letzten Tage einer Berühmtheit: Giuseppe Balsamo, besser bekannt als der Graf von Cagliostro.
Eine Persönlichkeit zwischen Geschichte und Legende: Alchimist, Arzt, Zauberer und Freimaurer; Cagliostro wurde als Schwindler abgestempelt und vom Vatikan zur Höchststrafe verurteilt: dem Tod.
Auch die Umwandlung des Strafmaßes in lebenslange Haft nützte nicht viel: er starb, den priesterlichen Beistand verweigernd, nachdem er erst in der "Sala del Tesoro" (der Schatzkammer) und dann im "pozzetto" (Brunnen) einsaß, nach vier Jahren qualvoller Haft in jenem Gefängnis, das er für das Ende seines Lebens ausgewählt hatte: in der Burg San Leo.
Web Site: www.comune.san-leo.ps.it