Die Burg San Leo, erst im Mittelalter
erbaut, wurde zur letzten Hauptstadt Italiens des ersten Jahrtausends
und sah das Heilige Römische Reich deutscher Nation entstehen.
Im XV Jahrhundert wurde die Burg von dem Architekten Francesco
di Giorgio Martini aus Siena nach dem Willen von Federici II
erweitert. Die uneinnehmbare Burg beherbergt die Erinnerungen
an die letzten Tage einer Berühmtheit: Giuseppe Balsamo,
besser bekannt als der Graf von Cagliostro.
Eine Persönlichkeit zwischen Geschichte und Legende: Alchimist,
Arzt, Zauberer und Freimaurer; Cagliostro wurde als Schwindler
abgestempelt und vom Vatikan zur Höchststrafe verurteilt:
dem Tod. Auch die Umwandlung des Strafmaßes in lebenslange
Haft nützte nicht viel: er starb, den priesterlichen Beistand
verweigernd, nachdem er erst in der „Sala del Tesoro"
(der Schatzkammer) und dann im „pozzetto" (Brunnen)
einsaß, nach vier Jahren qualvoller Haft in jenem Gefängnis,
das er für das Ende seines Lebens ausgewählt hatte:
in der Burg San Leo.